Lebensfreude-Übung
JOY Yoga oder die Freude am Staubsaugen
Eine körperbewusste Bewegung kann eine langweilige oder anstrengende Arbeit interessant und leichter machen. Dieses Beispiel zeigt, wie Sie eine “banale” Hausarbeit wie Staubsaugen in ein Spiel der Lebensfreude verwandeln.Da ich in meinen Yoga-Kursen das “Du” bevorzuge, bleibe ich im Folgenden bei dieser Anrede.
Die Übung
Hole den Staubsauger, stelle ihn an und nimm den Schlauch (oder Griff) in die Hand.Sequenz 1: Stehen
- Stehe gleichmäßig auf beiden Beinen.
- Fühle deine Schultern. Kannst du sie locker lassen? Atmest du ruhig und entspannt?
- Stelle dir nun vor, dass deine Schultern aus Honigwachs sind. Die Sonne scheint und das Wachs wird weicher. Es schmilzt. Riechst du den angenehmen Duft?
- Beobachte deine rhythmischen Atemzüge. Wenn du dabei lachen musst, umso besser.
- Beginne mit dem Staubsaugen. Aber langsam! Lass dir Zeit und mache keine fahrigen Bewegungen.
- Halte deine Aufmerksamkeit auf den Schultern und auf deine Atmung!
- Nach ca. 3-4 Minuten Staubsaugen: Höre für einen kurzen Moment auf und richte dich neu aus.
- Konzentriere dich wieder auf deine Schultern. Lasse sie entspannt nach außen und unten sinken. Sie werden immer weicher und geschmeidiger.
- Spüre deine Atmung. Sie ist weich und tief.
- Wiederhole die Sequenz: Stehen – Konzentrieren – Arbeiten – Stehen – Konzentrieren – Arbeiten …
Abschließende Bemerkung
Am Anfang fällt es dir vielleicht schwer, diese gewohnte Tätigkeit mit solch einer Aufmerksamkeit zu verbinden. Doch mit der Zeit wird dein Körper lernen, spontan und ohne daran zu denken, viel lockerer zu arbeiten.
